Ich glaub, ich hab eher so das 2.Liga Sandmännchen

Und es geht weiter… umziehen und so.

Immer noch nicht ich, immer noch mein sehr guter Freund.

Und weil ich eine sehr gute Freundin bin, bot ich an, erneut behilflich zu sein. Hab frei, also was soll der Geiz mit meiner Zeit… dachte ich mir dann mal.

Samstag auf Sonntag war bereits von Schlaflosigkeit gekennzeichnet und ich machte mich nach 2h Schlaf ekelhaft früh zum Lieblingssonntagsort auf. Ich war mit einem Freund zum Kaffee trinken verabredet und begleitete ihn anschließend noch kurz zum Bahnhof.

Danach war es erst 9:00 morgens und irgendwie viel zu früh, um schon wieder da zu sein, wo man schon war. Also ab zur Juni, dort mal ein bisschen in mich gegangen und das Mädchen in mir ausgebuddelt. (ich habe mir meine durch Regen in Mitleidenschaft gezogenen Locken erneuert, während sie sich geschminkt hat… wir haben uns quasi zusammen ausgehferig gemacht, wie das Mädchen wohl so machen, wurde mir gesagt) Der Rest des Tages wurde dann mit guter Musik, mehr Kaffee, tollen Gesprächen und Pausen gefüllt und leider entgegen meinem Bewegungsdrangs viel zu früh beendet. Man wollte schließlich fit zum fröhlichen Schleppen sein.

Es kam, was kommen musste: erneute Schlaflosigkeit, wiederholt nur 2h bis zum Aufstehen. Brote schmieren, Proviant zusammenstellen, Tasche packen und ab zum Ostbahnhof. Gegen 13:00 war das leer zu räumende Zimmer dann ansatzweise etwas freier und wir bereit loszufahren. 6h hatten wir geschätzt werden wir brauchen. Dank einer Totalsperre der A10 haben wir das auch gebraucht, jedoch nur um Potsdam hinter uns zu lassen. Positiv waren die ausgiebigen Spaziergänge auf der Autobahn, witzige, kurzzeitige Überschneidungen vieler Leben und daraus entstandene, recht unterhaltende Gespräche und ein paar hübsche Fotos. Ausserdem bin ich der Ansicht, dass sich eine Naturdoku über den Mittelstreifen einer Autobahn echt lohnen würde und man quasi eine Neuinterpretation von „die Wüste lebt“ drehen könnte. Ich sollte Disney darüber in Kenntnis setzen….

Irgendwie haben wir es geschafft uns nicht der Frustration hinzugeben. Man könnte es quasi motivierte Resignation nennen und so sind wir fast gut gelaunt nach 10h Fahrt angekommen. Aus Solidarität dem Fahrer gegenüber habe ich meinen Körper kontinuierlich mit Koffein versorgt und am Leben erhalten. Richtig… schlechte Idee…erneute Unmotiviertheit seinerseits ruhen zu wollen und daraus entstandene, gekonnte Abwehrmassnahmen dem Sandmännchen gegenüber. Erst um 6:00 morgens wurde es über die gegnerischen Linien geschafft. Ich befürchte mein Sandmännchen ist eher so ein Zweitligist…

9:15 hiess es dann wieder runter vom Sofa mit einer der deutschen Bahn konkurrierenden Verspätung von einer Stunde. Etwas unter Zeitdruck wurde zum Bäcker gespurtet, denn um 10:00 sollte bereits Frühstücksgesellschaft eintreffen. Nach einem scheinbar entspannten Morgen wurde das übliche Umzugsverhalten an den Tag gelegt (Möbel abbauen, Kisten schleppen, Auto vollpacken, man kennt das ja) und die Rückfahrt angetreten. Diesmal kamen wir ungehindert durch, aber das wäre ja wieder zu langweilig und deswegen wahrscheinlich gedachte mein vor kurzen wurzelbehandelter und vor noch kürzerem erneut entschmerzter Zahn um meine Aufmerksamkeit zu bitten. Soll ja abwechslungsreich bleiben und so ganz ohne Schmerzmittel, wird das doch erst so richtig unterhaltend. Wenn man nahezu pünktlich wieder in Berlin ankommt, soll es sich wenigstens scheinbar wie eine Ewigkeit anfühlen. Nach dem Ausräumen des Autos versackten wir mit einem ungewohnt hohen Maß an Schokoladenbedürfnis auf dem Sofa. (Schokolade kann man lutschen, das tut nicht weh!) Das Angebot einfach liegen bleiben zu dürfen, nahm ich dankend an. Um 6:00 klingelte erneut der Wecker. Man hatte sich fest vorgenommen zum Zahnarzt zu huschen, aber die Müdigkeit hat ganz klar gegen die Schmerzen gewonnen (spürt man doch nicht, wenn man schläft) Bis zum Arbeitsantritt wurde also im Bett geblieben. Diese wurde dann schmerzhaft hinter sich gebracht.

Noch schnell, wie angekündigt, bei nem Kumpel etwas abholen, eine unerwartete Abbiegung in die Bar nehmen und endlich ins eigene Bett fallen… endlich mal müde und schlaffähig.

Donnerstag hatte ich dann doch meine Grenze erreicht und das Shooting am Abend fiel meinem Alleinbedürfnis und Unausgeglichenheit zum Opfer. Nicht sonderlich oft schreie ich innerlich nach etwas Zeit für mich. Gestern war es dann so weit. Ich habe mich in Ruhe dem Papierkram hingegeben, Bafög und Unikram gemacht und die nächste Woche geplant.

Aber mit frischen Kraftreserven ausgestattet, wurde dann der Freitag höchst produktiv gestaltet. Erst zum Zahnarzt, anschließend einige Telefonate abgearbeitet, zur Bank, Post, Platten für nen Freund umgetauscht, E-Plus, Flyer abgeholt, Strümpfe gekauft, BVG und Druckerei aufgesucht. Bedingt durch das wunderbare Herbstwetter war meine Schicht recht kurz, so dass ich danach noch Zeit fand die Flyer zu verteilen und zu zwei Freunden zu fahren.

Und was habt ihr die Woche so gemacht?

Wenn ich ehrlich bin, war das eine sehr grenzwertige Woche und ich weiß jetzt auch schon sehr genau was ich morgen mache: Nichts!!!

(naja… ausser…)

 

 

 

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~ von Fee - 20. September 2014.

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